Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Inhalt:

Lehre des CPDC

Lehre aus dem Conflict, Peace and Democracy Cluster


Wintersemester 2020

  • SE Ausgrenzung gestern und heute: Kontinuitäten der Stigmatisierung von gesellschaftlichen Randgruppen (Amesberger H, Halbmayr B)
    Ausgangspunkt des Seminars ist die nationalsozialistische Verfolgung von Menschen, die als „Asoziale“ stigmatisiert wurden. Anhand dieses Referenzrahmens soll den Kontinuitäten der Stigmatisierung in aktuellen Diskursen über gesellschaftliche Randgruppen nachgegangen werden. Dass damit verbundene (Ausgrenzungs-)Diskurse bis heute nicht an Wirkmächtigkeit verloren haben, hat nicht zuletzt mit der mangelnden gesellschaftlichen Auseinandersetzung und Aufarbeitung der Geschichte dieser Opfergruppe zu tun. Vor diesem Hintergrund soll im Seminar der Frage nachgegangen werden, inwiefern in den aktuellen Diskursen über Migration/Flucht/Asyl, Bettelei, „Sozialmissbrauch“/ „Sozialschma-rotzer_innentum“ im Nationalsozialismus geschaffene Bilder bis heute fortwirken und welche Möglichkeiten der Gegensteuerung es gibt. Ein vertiefender Blick auf aktuelle Abwertungen von Bettler_innen, Roma und Sinti sowie Obdachlosen soll insbesondere mit lokalen Bezügen geleistet werden.
     
  • SE Friedensprozesse im Vergleich (Pospisil J)
    Das Seminar erarbeitet anhand eines Fallstudienvergleiches die Charakteristika und Praktiken von Friedensprozessen in bewaffneten Konflikten im Globalen Süden mit besonderer Berücksichtigung von Power-Sharing Mechanismen. Aufbauend auf Primärdaten aus der Friedensvertragsdatenbank PA-X werden die Prozesse in DRC, Südsudan, Syrien, Jemen, den Philippinen, Kolumbien, Myanmar und Nepal vergleichend untersucht.


Sommersemester 2021

  • SE Partizipation, Öffentlichkeit und Politische Bildung (Möller L, Taufner J, Reitmair-Juárez S)
    In dieser Lehrveranstaltung wollen wir zentrale Fragestellungen rund um Demokratie, Partizipation und Öffentlichkeit diskutieren und deren engen Bezug zu unserer Lebensrealität herausarbeiten. Die Einheiten finden geblockt statt. Es werden unter anderem die Themen Politikverständnisse, politisches Bewusstsein und Inklusion und Exklusion aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Die Überbegriffe Partizipation, Öffentlichkeit und Politische Bildung bilden den Analyserahmen für unserer Auseinandersetzungen.
     
  • SE Frauenhass 2.0: Geschlechterperspektiven auf Online-Gewalt (Brigitte T, Hansal S)
    Digitale Medien haben nicht nur neue Möglichkeiten der Kommunikation, Vernetzung und Partizipation geschaffen, sondern auch neue Formen von Gewalt hervorgebracht. Studien zeigen, dass gesellschaftliche Machtverhältnisse auch online wirken: Sexismus, Rassismus und Homophobie sind fixer Bestandteil webbasierter Kommunikation (s. z.B. Armentor-Cota 2011, Van der Wilk 2018). Der inhaltliche Fokus des Seminars liegt auf geschlechtsspezifischer Gewalt online und einer Auseinandersetzung mit den dahinterliegenden Strukturen. In Österreich hat der Prozess gegen die Politikerin Sigrid Maurer, die sich gegen sexistische hate speech zur Wehr gesetzt und letztlich wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts des vermeintlichen Täters angezeigt wurde, gezeigt, dass Betroffene von Online-Gewalt rechtlich nur unzureichend geschützt sind. Die breite öffentliche Debatte, die der Fall angestoßen hat, macht deutlich, dass das Thema weite Teile der Gesellschaft beschäftigt. Zugleich haben Kampagnen wie #MeToo gezeigt, dass digitale Medien auch das Potenzial haben, ebendiese Herrschaftsverhältnisse sichtbar zu machen und Debatten anzustoßen. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Lehrveranstaltung an: Die Möglichkeiten webbasierter Kommunikation und Organisation im Kontext sozialer Bewegungen sollen darin ebenso Thema sein wie die zunehmende (sexistische, rassistische, homophobe) Radikalisierung digitaler Kommunikation. Hintergründe und mögliche Reaktionen auf solche „technologisch vermittelten Hassformen“ (Lernhardt et al. 2016: 8) werden vor dem Hintergrund (queer-)feministischer Theorie kritisch analysiert.

Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Zusatzinformationen:

Ende dieses Seitenbereichs.