Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Inhalt:

Wozu Rechtsphilosophie?

Die Summe des juristischen Wissens ist ohnehin nicht mehr zu überblicken. Der Rechtsstoff wächst ständig weiter. Wozu auch noch Rechtsphilosophie?

Gerade weil die Komplexität unserer Rechtsordnungen steigt, wird rechtsphilosophische Kompetenz immer relevanter. Juristische Forschung und Praxis sind für die Bewältigung rechtlicher Probleme auf die Orientierungsleistung und den analytischen Blick rechtsphilosophischer Expertise immer stärker angewiesen.

Rechtsphilosophie hat zudem eine aufklärerische Dimension, weil sie die kritische Auseinandersetzung mit Normen, Rechtssätzen und Urteilen fördert. Sie hat schließlich eine methodologische Dimension, weil sie die Voraussetzungen der richtigen Begründung rechtlicher Entscheidungen klärt. Sie fördert damit die Qualität juristischer Argumentation.

Mit all dem ist der extrinsische Wert der Rechtsphilosophie bezeichnet. Dieser besteht in der orientierenden, analytischen, aufklärerischen und methodologischen Bedeutung der Rechtsphilosophie für die Praxis.

Daneben hat die Rechtsphilosophie einen intrinsischen Wert. Sie erlaubt uns, präziser zu wissen, was genau wir meinen, wenn wir von Recht sprechen. Rechtsphilosophie führt zu einem höheren Maß an kognitiver Reflexivität in den Rechtswissenschaften: sie erlaubt eine präzisere Kenntnis davon, was genau wir tun, wenn wir rechtlich denken, argumentieren und handeln. Denn die Antworten auf die oben genannten drei Kernfragen der Rechtsphilosophie prägen das Grundverständnis, die professionellen Identitäten und die Qualität des juristischen Handelns in allen juristischen Berufen.

Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Zusatzinformationen:


Ende dieses Seitenbereichs.